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Fragen und Antworten
Was ist PEP?
- PEP – das Phosphat-Einheiten-Programm - Phosphatmanagement
bei Nierenerkrankungen:
Gestern, Heute und die Zukunft der diätetischen Therapie
Eine Hyperphosphatämie (Serum-Phosphat-Spiegel > 5.5 mg/dl) findet
sich bei einem Grossteil aller Dialysepatienten und tragen direkt
und indirekt über ein gesteigertes Calcium-Phosphatprodukt zu
Entstehung und Progression der Atherosklerose. Langfristig ist dies
mit einem gesteigerten Mortalitäts- und Morbiditätsrisiko verbunden.
Die Behandlung der Hyperphosphatämie basiert auf drei Säulen,
nämlich der Phosphat-Elimination während der Dialyse, der
diätetischen Phosphatrestriktion und der Einnahme von
Phosphatbindern. Um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen,
sollte die eingenommene Phosphatbinderdosis an den Phosphatgehalt
einer jeden Mahlzeit angepasst sein. Klinische Studien zeigen jedoch,
dass dies in der Regel nicht der Fall ist und dass zu
phosphatreichen Zwischenmahlzeiten oft gar keine Phosphatbinder
eingenommen werden.
Wir haben ein neues Konzept entwickelt, mit dem es Patienten
ermöglicht wird, den Phosphatgehalt individueller Mahlzeiten ohne
weitere Hilfsmittel akkurat abzuschätzen und die Dosis der
Phosphatbinder and die zugeführte Phosphatmenge anzupassen. In
unserem Konzept wird der Phosphatgehalt einzelner Lebensmittel nicht
mehr in Milligramm, sondern anhand neu definierter
Phosphat-Einheiten angegeben. Eine PHOSPHAT-EINHEIT (PE) umfasst
dabei eine Spanne von 100 mg Phosphat. Der Phosphatgehalt ganzer
Lebensmittelgruppen (z.B. Fleisch, Fisch oder Käse) kann nach diesem
Prinzip einheitlich bewertet werden.
In einem strukturierten Schulungsprogram (PEP) lernt der Patient,
den Phosphatgehalt ganzer Mahlzeiten durch einen kurzen Blick auf
den Teller abzuschätzen und die einzunehmende Phosphatbinderdosis
selbständig anhand eines vom Arzt vorgegebenen PB/PE-Verhälnisses (z.B.
1 Tbl. Phosphatbinder pro 1 oder 2 PE) festzulegen. Das initial
empfohlene PB/PE-Verhältnis muss anfangs in regelmäβigen Abständen
vom Arzt an den individuellen Bedarf des Patienten angepasst werden.
Eine erfolgreiche Anpassung sollte in einer Verbesserung der Serum-Phosphatwerte
sichtbar werden.
PEP – das Phosphat-Einheiten-Programm – enthält neben einer
Broschüre für Arzt und Schulungspersonal, ausführliches
Informationsmaterial für den Patienten, sowie eine Merkstütze im
Taschenformat. Die Schulung erfolgt mit einem speziellen Satz von
150 Fotokarten, mit denen komplette Mahlzeiten zusammengestellt
werden können. Auf der Rückseite einer jeden Fotokarte finden sich
Hinweise zum PE-Gehalt des jeweils dargestellten Lebensmittels. Der
Einfluss von PEP auf die Phosphatkontrolle bei Dialysepatienten wird
derzeit in klinischen Studien untersucht.
PEP – das Phosphat-Einheiten-Programm wurde mit Unterstützung der
Firma genzyme entwickelt.
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